Die Kolonie heute

Die Kolonie Freie Stunde ist eine durchmischte Gemeinschaft. Es gibt ebenso viele ‘alteingesessene’ Pächter, die zum Teil schon mehr als dreißig Jahre auf der Scholle sind, wie jüngere Paare mit kleinen Kindern.

Der gartenbauliche Stil der Kolonie ist heterogen. Es gibt Gärten mit akkurat gepflegten Beeten, Hecken und Rasenflächen, es gibt aber auch Gärten, die nach eher ‘naturnahen’ Maßstäben etwas wilder wachsen. Der Anbau von Obst und Gemüse, die Pflege bunter Blütenprachten und die Nutzung von Rasenflächen für Sport und Erholung sind dabei der gemeinsame Nenner.

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Die Mitglieder der Kolonie Freien Stunde Neukölln e.V. fühlen sich ihrem Kiez verbunden. Die Gänge sind für Spaziergänger offen, wenn Kolonisten anwesend sind; aus Sicherheitsgründen müssen sie außerhalb dieser Zeiten leider verschlossen werden. Zudem möchte die Kolonie Beiträge zum sozialen Leben im Kiez leisten und veranstaltet daher einen gemeinnützigen Verkauf von Obst, Gemüse und Blumen beim Erntedankfest sowie immer wieder auch kulturelle Aktionen.

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2016 hat die Kolonie einen Gemeinschaftsgarten für Geflüchtete eingerichtet, der von den PächterInnen gemeinsam finanziert wird. In Kooperation mit ‘Kreuzberg hilft’ wurden hier 2016 und 2017 Veranstaltungen für verschiedene Gruppen von Geflüchteten durchgeführt. Mittlerweile haben sich eine Familie und ein einzelner Geflüchteter gefunden, die den Garten nun regelmäßig nutzen und das Vereinsleben bereichern.

Mit einer Nistkasten-Bauaktion hat der Verein 2017 darauf hingewirkt, den dramatischen Rückgang der Singvögel zu bekämpfen. Am 24.6.2017 überreichten wir der damaligen Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey feierlich einen solchen Nistkasten mit der Bitte, ihn am Neuköllner Rathaus anbringen zu lassen. Ein zweiter für ihre neue Wirkungsstätte, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jungend, ist in Arbeit :)

Seit 2018 unterstützt die Kolonie Freie Stunde die bundesweite Initiative des NABU zum torffreien Gärtnern. Damit soll das Thema Moorschutz stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.