Allgemeines

Mitglied sein im Verein

Gartenkolonien verwalten sich auf Vereinsebene, d.h. ehrenamtlich selbst. Daher hat man als PächterIn eines Kleingartens auch einige Pflichten, sonst würde der Verein nicht funktionieren und die Kolonie gäbe es nicht. Wer einen Garten pachtet, muss also nicht nur seine Scholle bearbeiten, sondern hat auch diverse Aufgaben in der Gemeinschaft zu erfüllen.

Dazu gehört zum einen das Mitwirken in der demokratischen Selbstverwaltung. Jährlich finden dazu zwei Mitgliederversammlungen statt (im Frühjahr die eine, im Herbst die andere), auf der alle möglichen Entscheidungen getroffen und z.B. Wahlen abgehalten werden. Die Teilnahme mindestens einer Person aus jedem Garten ist Pflicht. Es können gerne auch zwei Pächter eines Gartens anwesend sein und mit diskutieren, bei Abstimmungen hat aber jeder Garten nur eine Stimme.

Zum anderen gibt es Termine wie das An- und Abstellen des Wassers im Frühjahr bzw. Herbst, die Gartenbegehung und gemeinsame Arbeitseinsätze auf dem Kolonie-Gelände (Zäune etc. streichen, Wege instandsetzen, Schäden beseitigen), zu denen ebenfalls von jedem Garten mindestens eine Person aktiv anwesend sein muss.

Schließlich engagiert sich die Kolonie im Kiez, z.B. mit dem Erntedankfest im Herbst, dessen Erlös an lokale Sozialprojekte gespendet wird, oder mit kulturellen Aktivitäten wie der sporadischen Teilnahme am jährlichen Kunst- und Kulturfestival ’48 Stunden Neukölln’. Auch hier ist der Verein auf die Teilnahme aller Mitglieder angewiesen.

Die Termine werden jeweils rechtzeitig in den Aushangkästen in allen drei Gängen der Kolonie sowie auf der Webseite unter ‘Termine’ bekannt gegeben, und jede/r ist selbst dafür verantwortlich, sich früh genug zu informieren.

Natürlich kann es einmal vorkommen, dass man beruflich oder auch privat verhindert ist. In dem Fall bitte unbedingt dem Vorstand – definitiv vor dem Termin – Bescheid sagen, damit die anderen Mitglieder sich darauf einrichten können. Im Fall des An- und Abstellens des Wassers ist es aber unerlässlich, dass man sich durch einen anderen Gartenfreund o.ä. vertreten lässt; und im Fall des Erntedankfestes sind auch Abwesende aufgefordert etwas beizutragen, z.B. indem sie vor dem Termin Obst für den Verkauf pflücken oder z.B. selbst gekochte Marmelade besteuern.

Für diejenigen, die das alles noch viel genauer wissen wollen, hier in einem Schwung alle aktuellen amtlichen Dokumente, die unser Vereinsleben regeln:
Satzung, Wahl- und Geschäftsordnung

 

An- und Abstellen des Wassers

Im Frühjahr und Herbst werden die Wasseruhren durch einige Koloniemitglieder ein- bzw. ausgebaut. Zu diesem Termin müssen alle Kolonisten anwesend sein und Folgendes beachten:

  • Wasserstellen zugänglich machen, öffnen und den Kasten ggf. von Erde und Viehzeugs befreien, damit die Ein-/Ausbauer ohne großes Hantieren arbeiten können
  • Solange anwesend sein, bis die Aktion abgeschlossen ist; im Frühjahr muss z.B. geprüft werden, ob das Leitungssystem dicht ist; im Herbst liest jemand die Verbrauchsstände ab und die Pächter müssen das gegenzeichnen
  • Nach Ausbau der Wasseruhren sicherstellen, dass die Rohre gegen einkriechendes Geviechs verschlossen werden. Dafür stehen seit 2015 Schraubstopfen zur Verfügung, die lose (!) aufgeschraubt werden, nachdem das Restwasser aus dem System abgelaufen ist. Diese Stopfen werden im Sommer von den einzelnen PächterInnen verwahrt und müssen zum Wasseruhrenausbau bereit gestellt werden
  • Zudem lagern alle PächterInnen ihren Wasseruhren über den Winter selbst in ihrer Laube und müssen im Frühjahr sicherstellen, dass sie diese zum Uhreneinbau da sind
  • Für den Fall, dass vor dem Ausbau ein Wintereinbruch oder nach dem Einbau eine Winterrückkehr erfolgt, bitte selbst den Haupthahn in der Wasserstelle zudrehen und dann die kleine Rändelschraube an der Wasseruhr sowie die Hähne im Garten öffnen, damit das Rohr leer laufen kann. Insbesondere Endrohre aus Kunststoff können sonst ganz schnell platzen.
  • Falls dennoch ein Schaden am Rohr auftritt, bitte an den Vorstand wenden. Ein Gartenfreund hat Rohre und Kleber etc. gelagert, mit denen Schäden behoben werden können.

 

Sperrmüll

Alle zwei Jahre führen wir eine Sperrmüllaktion mit einem Container für gemischte Bauabfälle durch. Dort können mineralischen Stoffe (Steine, Sand, Mörtel, Erde) sowie alle üblichen Sperrmülle wie z.B. altes Holz, Möbel, Kunststoffe, Glas etc. entsorgt werden. Nicht mit rein dürfen Eternitplatten, Teer-/Dachpappe, lösungsmittelhaltige Farben und diverse andere umweltgefährdene Stoffe.

Die Kosten für solch einen Container belaufen sich je nach Größe auf mehrere hundert Euro, die wir aus der Vereinskasse begleichen. Pro Garten können üblicherweise zwei große, dicke Schubkarren kostenlos entsorgt werden, darüber hinaus kostet jede Schubkarre ein paar Euro, das legen wir jeweils je nach Situation fest.